FE-Klassen

Der »neue« EU-Führerschein

In Deutschland hat man lange an den alten Führerscheinklassen festgehalten, erst 1999 haben wir uns dem europäischen Buchstabensystem angepasst. Nach der sogenannten 3. EU-Führerscheinrichtlinie hat sich mit dem 19. Januar 2013 wieder einiges geändert. Auch die alten Führerscheine – egal ob grau, rosa, Kartenformat oder der alte »DDR-Lappen« – müssen bis spätestens 2033 umgetauscht werden.

So ist es international wesentlich einfacher, die einzelnen Fahrerlaubnisse (FE) zu vergleichen, auch wenn jeder EU-Staat national noch eigene Sonderklassen definieren kann. Das Fahrerlaubnisrecht umfasst somit in Deutschland nun 16 FE-Klassen, die durch zusätzliche Schlüsselzahlen (z. B. B96) noch erweitert oder beschränkt werden können.

Grobe Einteilung nach »Buchstabenstruktur«

Internationale Klassen:

Motorrad (früher Klasse 1)

Nationale Klassen in Deutschland:

Kleinkrafträder, Mokicks, Roller (bis 45 km/h)

Die einzelnen FE-Klassen können noch weiter untergliedert werden, wie z. B. bei Motorrädern die Unterklasse A1, die für kleinere Krafträder steht. Diese Gliederung gibt es auch bei Bussen und LKW. Die Anhängerklasse E gibt es nur in Kombination mit den Klassen B, C und D.

Der umgangsprachliche »Mofa-Führerschein« ist übrigens gar keiner – dabei handelt es sich eigentlich nur um eine so genannte »Prüfbescheinigung«.

Zwischen dem 1. Februar 2005 und dem 18. Januar 2013 gab es auch noch die Klasse S für Leichtmobile und Quads. Die Berechtigung zum Führen dieser Fahrzeuge befindet sich nun in der neuen Klasse AM.

Auto-Führerschein

Motorrad-Führerschein

Mofas und Forst-/Landwirtschaft

© de Clerk – Fahrschule in Forchheim